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Autorenkreis Landsberg

Gäste Infos

 

Gerda
Mucker-Frimmel

Gerda Mucker-Frimmel

Unser erster Gast war Frau Gerda Mucker-Frimmel. Die österreichische Autorin ist Preisträgerin der „Gesellschaft der Lyrikfreunde“, ihre Gedichte sind in vielen Anthologien vertreten. Besonders beeindruckend ist ihr Buch „Kinderflucht“, in dem sie ihre Irrfahrt als neunjähriges Mädchen während der letzten, chaotischen Kriegstage des Jahres 1945 aus Niederösterreich nach Tirol schildert.

Verlag:Buchverlag Andrea Stangl, Paderborn — ISBN: 3-934969-31-3

Abschied

Dein Wesen war so  still,            und meines war zu laut -       und doch hast du .                     mit hellen Augen                  mich viele Male angeschaut. Dein Wesen war so fein,            und meines unbedacht -            und doch hast du                       mit offnen Händen                    mir Hilfe  dargebracht.

Dein Lächeln war ein Lied,
und meines nur ein Scherz -
und  doch drangst du
mit deinem Lachen
mitten in mein Herz.
Nun bist du  fortgegangen,
mein Wesen ist so still -
du hast mich so umfangen,
daß  ich wie du
werden will.                                            Gerda Mucker-Frimmel

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M. Bader

Markus Bader Universität Konstanz   http://ling.uni-konstanz.de

Am 3.6.05 sprach Dr. Markus Bader von der Universität Konstanz bei einem Treffen des Landsberger Autorenkreises zum Thema "Dichten wie die Klassiker".
Der Vortrag fand vor zahlreich erschienenem Publikum in der Gaststätte des Sportzentrums Landsberg statt.  In seinem Vortrag gab Dr. Bader einen Überblick über die Versmetrik - die Lehre vom Versmaß - aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Im Mittelpunkt stand der sog. Blankvers, das Versmaß der Dramendichtung zur Zeit der Weimarer Klassik. Anhand einer Vielzahl ausgewählter Beispiele aus den Werken Friedrich Schillers wurden die wichtigsten Prinzipien, nach denen zur damaligen  Zeit gedichtet wurde, erklärt.                          Zusätzlich gab Dr. Bader eine kurze Einführung in den sog. Hexameter, ein Versmaß, das nach dem Vorbild Homers aus der antiken griechischen Dichtung ins Deutsche übernommen wurde. Dieser Teil des Vortrages beschäftigte sich mit Goethes "Reinecke Fuchs", der wichtigsten Hexameter-Dichtung in der deutschen Literatur.
Auf den Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion zwischen dem Vortragen- den und den Zuhörern.
                                     

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Nikolai Vogel
Foto: Tobias Kraus

Nikolai Vogel 

www.nachwort.de

Lebt in München, dort am 10.01.1971 geboren. Liest und schreibt. Gymnasium und Abitur in Landsberg am Lech. Studium der Neueren deutschen Literatur, Philosophie und Informatik an der LMU München. Magisterarbeit „E.T.A. Hoffmanns Erzählung ‚Der Sandmann’ als Interpretation der Interpretation“, erschienen bei Peter Lang 1998. Arbeit als Autor und Web-Entwickler. Gründete zusammen mit Kilian Fitzpatrick 1993 das Literaturprojekt Black Ink. Mitbegründer und Mitveranstalter der Münchner See-Lesungen, die von 1996-2000 auf Ruderbooten auf dem Kleinhesseloher See im Englischen Garten stattfanden. Kulturförderpreis des Landkreises Landsberg am Lech 1998. Unter Prof. Karl Eibl und Volker Deubel Mitarbeit an textkritischen, elektronischen Ausgaben von Musil und Goethe. Herausgabe beachteter Internet-Editionen von Rainer Maria Rilke und Paul Scheerbart unter besonderer Berücksichtigung geeigneter Bildschirmlayouts. Dritter Platz beim von t-online und dtv ausgeschriebenen Wettbewerb Literatur.digital 2003 für sein Projekt „Die Lesbarkeit der Weltliteratur“. Teilnahme am 12. Open Mike 2004 in Berlin und am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2005 in Klagenfurt. Kurator der Lesereihe Season II in München. Textbeiträge in Zeitschriften und Anthologien, u.a. Am Erker, Entdeckungen (hrsg. vom LCB), Süddeutsche Zeitung. Trotz langjähriger Beschäftigung mit digitalen Technologien sind seine eigentliche Leidenschaft analoge Medien wie Bücher, Vinyl und Wein. Seit Januar 2004 schreibt er auch auf seiner Website nachwort.de.

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Sandra Bader

Sandra Bader

Sandra Bader wurde 1972 in Landsberg geboren. Nach dem Abitur am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium studierte sie Germanistik und Romanistik an der Universität Jena und der Università degli Studi di Trieste (Italien). Anschließend war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Romanische Literatur in Jena tätig und promovierte dort über das Italienbild Christian Josef Jagemanns. Nach einem einjährigen USA-Aufenthalt in Massachusetts lebt sie seit 2002 in Radolfzell am Bodensee, wo sie als freiberufliche Englisch- und Italienischdozentin arbeitet.

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Wilfried Olbrich

Olbrich

Wilfried Olbrich

studierte Altphilologie und Germanistik in München und Wien. Er war als Gymnasiallehrer, zuletzt als Leiter des Max-Planck-Gymnasiums in München, tätig. Daneben machte er sich einen Namen als Autor beim Reclam-Verlag. Hier gab er unter anderem auch das Büchlein „Antike Mythen in moderner Prosa“ heraus. „Ist er ... tot, der antike Mythos, der zwei Jahrtausende im Bildungsgepäck des Abendländers überlebt hat ?“, fragt Olbrich. Hat die heutige Bilderstürmerei die alten Sagen- und Mythen hinweggefegt und durch neue Helden wie Asterix und Superman ersetzt? In seinem Vortrag vor dem Landsberger Autorenkreis wird Wilfried Olbrich an einer Reihe von Beispielen zeigen, daß die alten Mythen nicht tot sind, daß sich gerade in jüngster Zeit die Anzeichen einer vehementen Wiederkehr häufen. Ob bei Bert Brecht oder Christine Brückner, ob bei Franz Kafka oder Michael Ende, eines ist allen Texten gemeinsam: „Der Glaube an die Lebendigkeit der alten Bilder, die Überzeugung von ihrer Anwendbarkeit auf unsere Gegenwart.“ Dazu Olbrichs Fazit: „Ihre Realität haben die Mythen längst für uns verloren, nicht aber ihre Wahrheit.“